Hamburgliebe – Hamburg aus Touristensicht #1 – der Hamburger Hafen

Ich denke das Phänomen kennen viele Großstädter: Wochenendtouristen kennen so manche Sehenswürdigkeit besser als man selbst.

In Gedanken weiß man ja, dass man sich diese jederzeit anschauen könnte. Und da man sowieso tendenziell nie Zeit hat, geht dann doch das ein oder andere Jahr vorbei. In diesem Sommer habe ich nun auch das erste Mal das volle Programm einer Hamburg-Sightseeingtour mitgemacht. Der erste Tag gehörte vollkommen dem Hafen. Durch das einmalige Angebot des HVV´s ist es möglich, schon die Anreise auf einem Schiff anzutreten und auf diesem Wege schon einen Teil des Hafens zu erkunden.

In Hamburg bietet der Hamburger Verkehrsverbund mehrere Bootslinien an, auf denen die Pendler und Hamburggäste sich als Teil des öffentlichen Nahverkehrs bewegen können. Zum Beispiel kann man auf diesem Wege von Finkenwerder, in der Nähe vom alten Land, direkt zu den Landungsbrücken fahren. Vorbei an dem Övelgönner Elbstrand,  dem Industriehafen und der Strandperle. Vor allem für die Touristen, die ein wenig auf das Geld achten müssen eine tolle Alternative/Ergänzung. „Hamburgliebe – Hamburg aus Touristensicht #1 – der Hamburger Hafen“ weiterlesen

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Barcelona, die Hauptstadt Kataloniens

Wohnungen über AirBNB kann ich nur empfehlen!

Spanien ist ja weit mehr als Mallorca und Ibiza, trotzdem war ich erst dieses Jahr das erste Mal auf dem spanischen Festland. Nachdem ich 2 Semester Spanisch in der Uni hatte, wollte ich natürlich auch mal meine Sprachfähigkeiten testen.

IMG_3036Mitte September ging es von München nach Spanien, genauer gesagt zu unserem ersten Ziel: Barcelona. Wir buchten unsere Unterkunft vorab über Airbnb.de und hatten sofort Glück. Die Lage war sehr zentral aber in keinem Touristengebiet. Ich war sehr überrascht von der tollen Wohnung. 3 Zimmer, individuell eingerichtet und eine tolle Gastgeberin. Ein Tipp aus dem Schlafzimmer: Einen Ast Treibholz an Ketten aufhängen und Bügel dran. Fertig ist die stylische Kleiderstange. Was nicht so schön war als Begrüßung, war die Warnung, dass so gut wie jeder Tourist in Barcelona beklaut wird.

Mit meinen Spanischkentnissen kam ich in Barcelona leider nicht so weit. Catalan ist weitaus mehr als nur ein Dialekt ein Spanien. Im deutschen würde ich es mit dem Altbayrisch oder Plattdeutsch vergleichen. Aber für die Orientierung anhand von Schildern oder beim Einkauf war es doch sehr praktisch =).

Tipp für die Anreise: Shuttle-Bus vom Flughafen fährt alle 10 Minuten und kostet knapp 6 Euro und fährt schnell und ohne viele Stops in die Innenstadt. 

 

Barcelonas Sehenswürdigkeiten

Auf diese möchte ich gar nicht so genau drauf eingehen, da sie in jedem Reiseführer zu finden sind und was noch wichtiger: sie sind nicht zu übersehen =).

IMG_3050Die Sagrada Familia ist auf jeden Fall einen Blick wert. Diese Bild lässt gar nicht genau erkenne, wie riesig diese Kirche ist. Um dort hinein zu gelangen sollte man aber Karten im voraus besorgen.

 

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Der Arc de Triomf – überwältigend und wunderschön. Zu unserer Zeit war auf dem Platz dahinter ein großes Weinfest.

 

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Barcelona hat sehr viele tolle, überwältigende Gebäude, Ecken, Straßen und Menschen. Bei unseren 4 Tagen dort sind wir nicht müde geworden neue Teile Barcelonas zu entdecken und haben jedes Mal aufs neue Flecken gefunden, die uns überrascht haben.

 

Mein Barcelona – was mir im Gedächtnis geblieben ist.

Barcelona war meine erste spanische Großstadt. Ich wusste nicht so recht, was mich dort erwartet. So bin ich aber auch ohne große Erwartungen hingeflogen. Barcelona hat aus meiner Sicht viele Facetten. Barcelona wird oft mit Mode und Events genannt aber auch für Tourismus insbesondere Städtereisen. Barcelona ist das spanische London.

Was mich sehr überrascht hat, ist das Preisniveau. Da ich die Preise und München und Hamburg gewohnt bin dachte ich, dass Lebensmittel dort günstiger wären weil das Einkommensniveau der Spanier in den letzten Jahren leider auch gesunken ist. Abgesehen von Backwaren und Milchprodukten (merkwürdigerweise) waren die Lebensmittel aber nicht günstiger als in Deutschland.

IMG_3080Strand, Meer, Stadt, Leben. Diese Stadt hat mich sehr positiv überrascht mit ihrer Vielfalt. Ob man nun einen Tag am Strand verbringen will, Wandern möchte oder die Zeit zum shoppen nutzen will, Barcelona hat für jeden etwas.

Leider gibt es aber auch in der wirtschaftlich gut gestellten Stadt Barcelona Ghetto-ähnliche Bezirke wo man sich plötzlich auf der Erkundungstour wiederfindet. Man sollte sich nicht blenden lassen von dem Prunk sondern immer reflektieren und beobachten.

 

Spanien oder Katalonien?

Ich wusste vor dem Trip, dass Barcelona zu Katalonien gehört, aber sah es als spanisches Gegenstück zu unseren Bundesländern. Dort habe ich aber viel mehr beobachtet. Natürlich zunächst die sprachlichen Unterschiede. Katalan ist aus meiner Sicht eine eigene Sprache und nicht nur ein Dialekt. Auf den Märkten Barcelonas sind mir sehr oft Aufkleber, Shirts, Patches und anderes aufgefallen, wo für die Unabhängigkeit Kataloniens aufgerufen wird. Auch auf politischen Plakaten war es immer wieder ersichtlich, dass Katalonien wohl für die Unabhängigkeit von Spanien ist. Das war für mich sehr interessant aber auch ein wenig aufwühlend. Der Nationalstolz der Menschen wird heutzutage bzw. aktuell wieder größer. Das sehe ich als etwas tolles denn man sollte seine Kultur und das eigene Land zu schätzen wissen und pflegen. Aber so wie in Deutschland kam es mir in Spanien auch wie erhöhter Rechtsextremismus vor. Diese Art von Stolz veränstigt mich und ich hoffe nicht, dass diese Tendenz weiter anhält.

 

Barcelona, see you soon!

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„Danke für deinen Besuch“ – Danke Barcelona für die Gastfreundlichkeit :)

Barcelona ist für mich eine Stadt voller Facetten. Da ich den Strand und das Meer liebe und dazu Großstadtvernarrt bin, ist Barcelona ein super Reiseziel. Die Menschen sind freundlich, die Sehenswürdigkeiten gigantisch und es gibt immer etwas zu entdecken. Auch zum Weggehen am Abend eignet sich Barcelona sehr gut. Auch wenn man in Spanien aufpassen muss, wann man zum Dinner ausgeht. Wo man in Deutschland zwischen 18 und 20 Uhr ein Restaurant aufsucht, so ist in Spanien zwischen 21 und 23 Uhr eher die Zeit fürs Dinner.

Als unsere Gastgeberin uns am Ende unseres Aufenthalts gefragt hat, ob wir denn beklaut wurden und wir mit Nein antworteten, war sie sehr überrascht darüber =).