Generation Y – why so vernünftig?

Schon oft habe ich mir Artikel über das Thema „Generation Y (Why)“ durchgelesen. Laut Definition bin ich anscheinend ein klarer Bestandteil dieser. Es ist die Rede von einer Generation, die durch die geschichtliche und politische Entwicklung faul und träumerisch geworden ist. Jeder strebt nur nach den Dingen dort ganz oben. Aber so genau möchte ich auf diese Diskussion gar nicht eingehen. Natürlich erntet meine Generation die Früchte der Generationen davor, es können Dinge verwirklicht werden, die unsere Eltern gar nicht in Erwägung gezogen hätten – aber war es bei ihnen nicht schon genauso? Ein Eigenheim in Frieden war für die Generation unserer Eltern genauso wenig eine „Erwägung“.

Letztens auf dem Weg in die Uni las ich einen Artikel in der NEON#04/15 in dem das Zitat stand:

„Es ist krank, immer nur gesund sein zu wollen. Es gibt nichts Unvernünftigeres als permanente Vernunft“

Dieses Zitat hat mich nachdenklich gemacht. Natürlich weiß ich nicht wie es gewesen wäre, vor 30-50 Jahren aufzuwachsen, aber war die Vernunft schon immer so vorherrschend? Ich bin 23 und habe schon sehr lange einen Bausparvertrag und natürlich auch eine Riester-Rente. Natürlich versuche ich mich bewusst zu ernähren, achte auf Qualitätssiegel und versuche kritisch gegenüber der Kleidungsindustrie zu sein. Ich mache zwar nicht wirklich Sport, habe aber deswegen ständig ein schlechtes Gewissen. Ab und zu trinke ich Alkohol, weiß aber natürlich ausführlich über die NebenWirkungen bescheid.

War das schon immer so? Haben unsere Eltern auch schon so viel über Fleisch, Sport und Versicherungen diskutiert wie wir? Oder ist das das Zeichen dafür, dass wir Generation Y sind?

An sich finde ich es natürlich gut, dass solch eine Aufklärung herrscht und sich die Menschheit um ein besseres Leben kümmert und natürlich auch das Wort Nachhaltigkeit immer wieder in den Mund nimmt. Aber manchmal denke ich auch, dass man auch einfach tun sollte, wonach es einem grad ist.

Bewusster Konsum ist gut, krankhafte Vernunft in meinen Augen nicht mehr. Ich muss nicht 3x die Woche Sport machen, zum Ernährungsberater gehen, meine 8 Stunden Schlaf am Tag bekommen, immer fröhlich sein und natürlich nebenbei meinen Green-Smoothie-to-go trinken.

Dies ist kein Artikel darüber, wie vernünftig man sein sollte oder wie ich dieses Thema einschätze. Was mir aber immer wieder auffällt ist, dass die Menschen meiner Generation eventuell zu bestrebt zur Vernunft sind, mich eingenommen. Man kann auch mal verkatert sein, eine Woche keinen Sport machen und sich statt dem grünen Smoothie vielleicht mit einem Kaffee und einer Zigarette raus setzen und das Wetter genießen.

Generation "why" nochmal?
Generation „why“ nochmal?
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Fleisch hat auch ein Gesicht!

Lecker Fleisch, kein Tag ohne Fleisch, fette Burger mit double beef! – Das ist nun ein wenig übertrieben, aber ich kenne sehr viele Menschen, die so gut wie jeden Tag Fleisch essen. Ich gehöre zu diesen Menschen. Doch bin ich dafür, dass wir dies bewusster tun sollten. Natürlich bin ich mir im klaren darüber, dass täglicher Fleischkonsum nicht zu den Vorzeigeessgewohnheiten gehört und sicher auch in keinem Buch über Healthy Lifestyle zu finden ist.

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Fleisch als Produkt, nicht als Erzeugnis. Quelle: FAZ.net

Dass durch den Konsum von Fleisch Tiere sterben mussten, sollte jedem klar sein. Man steht ja nicht umsonst mehr auf Pute als auf Schwein oder könnt sich mal ein gutes „Stück“ Rind. Aber wieso schreckt man zurück, wenn ein „wahres“ Tier im Fokus von ausgewogener Ernährung, Genuss und Lifestyle gerät? „Fleisch hat auch ein Gesicht!“ weiterlesen

Nur mal schnell was einkaufen.

Wer kennt es nicht – den kurzen Einkauf nach der Arbeit, nach der Uni oder einfach spontan. Es ist bloß der Gedanke, noch kurz was zu Essen für den Abend oder nächsten Tag zu besorgen.

Natürlich braucht man dafür keinen Einkaufswagen, denn das ist eher was für Familien, alte Menschen oder Hausfrauen/männer. Es geht ja schließlich nur um was schnelles für den Abend und die Kleinigkeiten für das Frühstück am nächsten Tag.

Dann kommt man beispielsweise bei Lidl rein, schnappt sich dann sofort was süßes weil es einen so anlächelt, natürlich das Brot, Gemüse für den Salat, weil man ja heutzutage gesund lebt, Aufstrich und eine Milch weil diese auch bald wieder leer ist. Da für den Abend bloß Nudeln mit Tomatensauce geplant ist, wird dies auch schnell genommen.

Und dann hängt man da, plötzlich ist der Einkauf nicht mehr schnell gewesen, da man probiert den Einkauf irgendwie auf beide Arme zu bekommen, verliert dabei vielleicht noch etwas und überlegt, wie man das nun an besten zur Kasse bekommt, wo man dann endlich doch eine Tüte dazu kaufen kann. Vielleicht wird man sogar noch von den Leuten mit Einkaufswagen vorgelassen weil der Anblick einer Person mit zig Sachen auf den Arm wohl eher bemitleidend als „jung, dynamisch und organisiert“ aussieht.

Mag es daran liegen, dass man gar nicht so viel ausgeben möchte und deswegen gleich auf einen Einkaufswagen verzichtet oder einfach daran, dass man nicht Familie, alter Mensch oder Hausfrau/Mann ist oder einfach Einkaufen nicht als Tagespunkt ansieht sondern als Sache nebenbei, wie wir es ja gerne mal tun (Alles TO GO).

Ich probiere aus meiner Erkenntnis zu lernen, vielleicht doch mal einen Wagen zu nehmen, denn Läden wie Lidl oder Aldi haben aus mir noch nicht gelernt und noch keine Möglichkeit geschaffen einen Wagen oder Korb zu nehmen, falls ich es dann plötzlich doch brauche. Im besten Fall ergattert man sich nämlich dann noch einen Karton, um den Einkauf da drin zu tragen,  wo die Milchtüten drin waren.

Kurz, günstig, nebenbei -> peinlich! länger als erwartet, unpraktisch.