Kopenhagen im Jahreswechsel


Der Januar ist nun schon wieder fast vorbei, und damit aber auch Gott sei dank, die Prüfungen für die Uni, erstmal :). Bevor der Januar jedoch ganz vorüber ist möchte ich euch von meinem Besuch in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen berichten und vor allem, wie es über Silvester dort so ist.

Wie komme ich nach Kopenhagen?

Ich würde mich zunächst danach richten, woher ich überhaupt komme, wie viel Zeit ich mitbringe und was mein Geldbeutel zulässt. Wir sind von Hamburg für günstige 50-60 Euro mit einem IC von Hamburg – Hauptbahnhof bis Kopenhagen Hauptbahnhof gefahren. Die Zeit war, mit 5,5 Stunden, vollkommen okay. Aufregend ist bei dieser Überfahrt, dass man eine Stunde auf einer Fähre verbringt (mitsamt dem IC!). Eine andere, günstige Möglichkeit ist auch die Nutzung eines Fernbusses. Dauert, zumindest von Hamburg aus, gar nicht so viel länger und bietet auch die Überfahrt auf der Fähre.

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Wo komme ich in Kopenhagen unter?

Dazu kann ich recht wenig sagen, wir haben wieder ein Apartment über AirBNB gebucht. Es war ein sehr schönes, in zentraler Lage gelegenes Apartment mit 2 Zimmern und einer absolut tollen Küche! Für mich ist, vor allem in teureren Ländern, wichtig, dass ich die Möglichkeit zum selbst kochen habe. Auf der einen Seite kann man so ganz gut Geld sparen aber auf der anderen Seite geht man so auch in die örtlichen (Super-)Märkte und sieht so auch kulturelle und preisliche Unterschiede im Vergleich zum Heimatland. Ich finde es immer sehr spannend!

Was hat Kopenhagen zu bieten?

Was mir sehr schnell aufgefallen ist, dass Kopenhagen im Vergleich zu anderen Großstädten oder auch Hauptstädten, nicht viele Einwohner hat. Es hat um die 600.000, was nicht wenig ist, aber im Vergleich zu den großen Städten in Deutschland schon. Dieser Fakt lässt die Stadt aber gleich viel gemütlicher wirken, weniger gestresst und einfach weniger voll. Direkt an der Ostsee gelegen hat Kopenhagen sehr viel Wasser zum anschauen. Tolle Kanäle, kleine Boote und die ständige Nähe an die Ostsee. Vor allem im Sommer stelle ich es mir noch schöner vor!
img_0021Leider war es die ersten Tage bei uns sehr bewölkt und grau, wie ihr unschwer an den Bildern auch erkennen könnt. Nichtsdestotrotz hat Kopenhagen wirklich viele schöne Bauten und erhält so einen ganz eigenen Charme! Ein besonderes Highlight ist auch das Tivoli.

Der Tivoli in der Innenstadt von Kopenhagen ist ein weltbekannter Vergnügungs- und Erholungspark. Die mit Blumenbeeten und Springbrunnengeschmückte Anlage befindet sich zwischen dem Rathausplatz und dem Hauptbahnhof.

Die Christiansborg im Herzen von Kopenhagen
Die Christiansborg im Herzen von Kopenhagen

Burgen, alte Kirchen und viele andere Bauwerke warten auf euch bei einem Besuch in Kopenhagen.  Diese Bauten sind toll, eindrucksvoll und interessant – jedoch findet man solche Bauten auf jeder Städtereise. Dies soll nicht bedeuten, dass sie alle gleich sind, man sie nicht mehr bewundern kann oder ähnliches, dies soll bloß die Einleitung für etwas sein, dass in Kopenhagen einzigartig in Europa ist – Christiania.

Legal Drogen kaufen und gleichzeitig eine Zeitreise in die Vergangenheit

Auf Christiania habe ich mich sehr gefreut! Für mich war dieses Szenario schwer vorstellbar. Die Skandinavischen Länder stehen für mich in Europa sehr für ein gut geregeltes System mit strengen Regeln und das innerhalb dieses Geflechts ein autonomer Staat existieren soll, mitten in der dänischen Hauptstadt, das war für mich schwer zu greifen.

Als wir in Christiania ankamen war das erste, was mir auffiel, der Geruch nach Gras. Ich musste sofort loslachen weil es einfach innerhalb weniger Sekunden so war wie ich es vorher gelesen habe. Man kann in Christiania ganz normal langschlendern auch wenn man, nach Aussage der Plakate in Christiania, die EU verlassen hat. Um in diesen Staat weiter vorzudringen geht man durch eine Straße, auf der zunächst in vielen Ständen Equipment zum konsumieren angeboten wird. Geht man jedoch ein Stück weiter kann man dieses Equipment gleich ausprobieren. Haschisch wird dort ganz frei angeboten aus Plastiktüten. Wie auf einem Markt boten die Anbieter ihre Ware feil. So habe ich es mir auch eigentlich vorgestellt. Was mich jedoch ein wenig gewundert hat, war „die Optik“ der ganzen Szene. Man durfte keine Fotos machen (was ich total verstehen kann), die Dealer waren vermummt und standen neben brennenden Tonnen in komplett schwarzen Outfits. Muss das sein? Ich war mir in dem Moment nicht sicher, ob für mich diese Aussicht die Freiheit bedeutet, von der dort auf Plakaten die Rede ist.

Einmal 50 Jahre zurück in die Vergangenheit

Geht man weiter in Christiania hinein wird es nochmals erstaunlich, jedoch auf eine ganz andere Art und Weise. Für mich war es wie eine Zeitreise. Es sah aus, als würde man mich mit diesen ganzen Häusern allein lassen. Ich habe nur wenig handwerkliches Geschick und habe meine kreativen Episoden. Ich glaube so lassen sich die Häuser dort gut beschreiben. Es war so wie bei der Entstehung dieser autonomen Region, bloß vom Zahn der Zeit zerfressen.

Wäre ich Pipi Langstrumpf hätte ich mich noch wohler gefühlt
Wäre ich Pipi Langstrumpf hätte ich mich noch wohler gefühlt

Was ich nun dazu noch schreiben kann weiß ich nicht. Das sind keine Informationen, die man bloß wissen muss. Um das zu sehen und zu stauen muss man selbst diese Zeitreise machen. Ich habe mich danach noch lange damit auseinander gesetzt, ob ich es nun gut fand oder nicht, ob ich mir vorstellen kann, dort zu leben und was wäre wenn ich in der Zeit der Entstehung gelebt hätte. Je nachdem, welche Sicht ich betrachte bin ich heute noch immer zu keinem Ergebnis gekommen. Es wäre toll es heraus zu finden!

Christiania ist auf jeden Fall für mich etwas ganz besonderes an dem Trip geworden!
Christiania ist auf jeden Fall für mich etwas ganz besonderes an dem Trip geworden!

Die Silvesternacht in bunten Farben

Ich habe vor einem Jahr schon von meinem Erlebnis vom Silvester in Hamburg HIER berichtet. Dänemark war für mich dann auch mit der Entscheidung verbunden, dass man dort als Bürger keine Böller kaufen darf, Raketen jedoch schon. Ich hatte keine Lust ständig drauf achten zu müssen, dass nicht gleich etwas am Boden explodiert.

Am Rådhuspladsen haben wir dann die Silvesternacht verbracht. Schon um 19 Uhr war der Himmel über Kopenhagen hell erleuchtet und überall konnte man tolles Feuerwerk betrachten. Wirklich, sobald es dunkel war hätte man denken können, dass es genau 00:00 wäre. Was dann aber um 00:00 am Rathausplatz los war, war einfach nur unglaublich. Ein so wunderschönes Feuerwerk habe ich selten gesehen.

Leider war mein Handy nicht in der Lage, dieses Spektakel ordentlich aufzunehmen, daher bleibt wohl nichts anderes übrig, als selbst mal hinzuschauen :)

Kopenhagen – eine Stadt zum leben?

Abschließend möchte ich noch was zu meinem Gesamteindruck schreiben. Kopenhagen hat auf mich einen insgesamt sehr schönen Eindruck gemacht. Es ist eher ruhig, übersichtlich, schön, abwechslungsreich (Christiania) aber auch sehr teuer. Vor allem Lebensmittel aber noch mehr Essen gehen ist sehr teuer. Für eine Pizza in einem Restaurant ist man schnell 20 Euro los geworden. Aber wenn man dort lebt würde man, hoffentlich, dementsprechend verdienen.

Kopenhagen ist ein Paradies für Fahrradfahrer und solche, die es noch werden möchten. Die Fahrradfahrer haben auf den Straßen oft mehr Rechte und Platz als vergleichsweise die Autofahrer. TOP!

Ich werde Kopenhagen sicher nochmal im Sommer besuchen und freue mich jetzt schon auf den Hot Dog, den ich dann wieder essen werde! :)

Ich liebe dänische Hot Dogs!
Ich liebe dänische Hot Dogs!
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Ein Kommentar zu „Kopenhagen im Jahreswechsel

  1. Dein Bericht macht definitiv Lust auf mehr! Ich habe schon meinen Urlaub in Dänemark dieses Jahr geplant. Habe mich für ein Ferienhaus auf http://www.ferienhaus-danemark.de/ entschieden und bin sehr gespannt. Das wird mein erster Dänemark-Urlaub und nun sammel ich schon mal Informationen. Nach deinem Beitrag kann ich die Reise kaum mehr erwarten. :)

    Danke Dir!

    Julia

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