Hamburgliebe – Hamburg aus Touristensicht #1 – der Hamburger Hafen


Ich denke das Phänomen kennen viele Großstädter: Wochenendtouristen kennen so manche Sehenswürdigkeit besser als man selbst.

In Gedanken weiß man ja, dass man sich diese jederzeit anschauen könnte. Und da man sowieso tendenziell nie Zeit hat, geht dann doch das ein oder andere Jahr vorbei. In diesem Sommer habe ich nun auch das erste Mal das volle Programm einer Hamburg-Sightseeingtour mitgemacht. Der erste Tag gehörte vollkommen dem Hafen. Durch das einmalige Angebot des HVV´s ist es möglich, schon die Anreise auf einem Schiff anzutreten und auf diesem Wege schon einen Teil des Hafens zu erkunden.

In Hamburg bietet der Hamburger Verkehrsverbund mehrere Bootslinien an, auf denen die Pendler und Hamburggäste sich als Teil des öffentlichen Nahverkehrs bewegen können. Zum Beispiel kann man auf diesem Wege von Finkenwerder, in der Nähe vom alten Land, direkt zu den Landungsbrücken fahren. Vorbei an dem Övelgönner Elbstrand,  dem Industriehafen und der Strandperle. Vor allem für die Touristen, die ein wenig auf das Geld achten müssen eine tolle Alternative/Ergänzung.

Direkt an den Landungsbrücken gibt es einige Anbieter von Hafenrundfahrten. Man sollte sich vorher ein wenig informieren, was und wie lange man dafür einplant. Es wird unterschieden zwischen einer großen und einer kleinen Hafenrundfahrt aber auch dort unterscheiden sich die Angebote der Anbieter teilweise. Die kleine Hafenrundfahrt meint vor allem die Speicherstadt. In meinen Augen ist die Speicherstadt Hamburgs so einzigartig, dass man diese auf jeden Fall ansehen sollte – natürlich geht dies auch landseitig aber ich kann versichern, dass durch die Informationen der Kapitänen und der anderen Sicht so noch mal ein ganz anderer Charm der Speicherstadt entsteht.

 

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Die beeindruckende Speicherstadt von unten

Die große Hafenrundfahrt bietet von den Sehenswürdigkeiten noch mehr. Vorbei an der Fischauktionshalle sieht man ein altes U-Boot, gegenüber der Musicals König der Löwen und dem Wunder von Bern die Rickmer Rickmers und nebenan Hausboote. Aber so schön es auch ist, all dies sieht man auch bei einem Spaziergang an der Elbe. Was aber diese Fahrt zu etwas noch besondererem macht ist ein Einblick in den Industriehafen Hamburgs. Nicht nur „von vorne“, sondern von mitten drin. Beeindruckende Schiffe, interessante Anlagen, Schleusen und unzählbar viele Container.

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Die Größe und die Wucht dieser Anlagen, Schiffe und Container begreift man erst so richtig, wenn man direkt davor steht – oder in dem Fall schwimmt.

Was wohl auch mittlerweile keinem Touristen in Hamburg fehlen darf ist die Elbphilharmonie. Diese sieht man dann auch einmal von Wasserseite, wenn man mit dem Boot in Richtung Hafencity unterwegs ist. Der Kontrast der Hafen City (bei der ich aber die Namensgebung ein klein wenig verurteile) zu der wundervollen Speicherstadt ist unheimlich eindrucksvoll. Es ist wie ein Sprung durch die Zeit!

Nach der Hafenrundfahrt hat man so viele neue Eindrücke gesammelt – da braucht man erstmal Entspannung. Und auch da muss man keinen großen Weg auf sich nehmen beim Hamburger Hafen. Je nach Wetter stehen einem dort mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Ich persönlich genieße es sehr „mal eben“ zwischendurch in einen der Beachclubs/Beachbars an den Landungsbrücken zu gehen. Ein kühles Bier oder eine Limo erfrischen einfach mehr, wenn man dabei die Füße im Sand hat und die Sonne einem ins Gesicht scheint.

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Anschließend gibt es die Möglichkeiten abseits der Reeperbahn in den Hamburger Untergrund abzutauchen. Der alte Elbtunnel in Hamburg ist nämlich immer noch gut in Schuss und für zahlreichen Menschen immer noch Mittel, um sich über/unter die Elbe zu bewegen. Für Geschichtsinteressiere aber auch für die, die es nicht sind, ist dieser Anblick etwas ganz Besonderes und sollte bei einem Besuch des Hamburger Hafens nicht fehlen. Wenn man als Hamburger einem Hamburg-Neuling den Tunnel zeigt erntet man auf jeden Fall immer ein Staunen!

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Nach diesen ganzen Attraktionen und Eindrücken ist sicher schon ein Hamburgtag vorbei. Schade – aber trotzdem spricht es für die Stadt, dass man sich nur an diesem Teil einen ganzen Tag aufhalten kann. Für diejenigen, die nur einen Part des Tages abschließen ist die Reeperbahn nur kurze 5 Minuten zu Fuß entfernt und für diejenigen, die durch das ganze Staunen Hunger bekommen haben wartet direkt neben den Landungsbrücken das Portugiesenviertel. Warum es ein ganzes Viertel für unsere europäischen Nachbarn gibt verrate ich in meinem Post über die Stadtrundfahrt in Hamburg. Was ich aber verraten kann: Lecker!

 

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2 Kommentare zu „Hamburgliebe – Hamburg aus Touristensicht #1 – der Hamburger Hafen

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