Seminararbeit über die Theorie der Pöbler, die Online-Enthemmung und die Kommentarfunktion als politisches Mittel


Durch die aktuellen Themen und Entwicklungen in Deutschland möchte ich, vor allem im Bezug auf die Online Kommunikation, hier meine kurze Seminararbeit über die Kommentarfunktion mit euch teilen. Diese habe ich im letzten Jahr im Rahmen eines Moduls unter dem Thema Liquid Journalism geschrieben. Oft bin ich schockiert darüber, wie Menschen zum Beispiel bei Facebook kommentieren. In dieser Arbeit geht es unter anderem über die Theorie der Pöbler, die Online-Enthemmung und die Kommentarfunktion als politisches Mittel.

Kommentare sind gern gesehen und äußerst erwünscht. Ich sehe das im Moment so, dass es so nicht weitergehen kann.

1. Einleitung

„Wir müssen den Leserdialog neu denken“1 – Dieses Zitat von Stefan Plöchinger, dem Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, gab einen Anstoß zum Überdenken der Verhaltensweisen von Journalisten hinsichtlich des Liquid Journalism.

Das Thema dieser Arbeit ist Liquid Journalism und Community im Bezug auf den Journalismus im 21. Jahrhundert und die damit verbundene Medienkonvergenz. Die Medienlandschaft im 21. Jahrhundert ist dem ständigen Wandel ausgesetzt. Spätestens seit der Veröffentlichung des ersten iPhones verschmelzen verschiedene Medien zunehmend. Es ist zum Beispiel keine materielle Zeitung mehr von Nöten, um die aktuellen Nachrichten zu verfolgen. Dies führt dazu, dass Artikel von Zeitungen zunehmend online veröffentlicht werden und nicht bloß ausschließlich im Printformat.

Mit dem Internet kommen diverse neue Möglichkeiten der Kommunikation. Eine dieser Möglichkeiten ist die Kommentarfunktion unter Artikeln auf Webseiten der Zeitungen sowie auf Social Media Plattformen und Blogs. Sascha Lobo schreibt in seiner Kolumne, dass der Internetkommentar das vorläufige Ende des Diskurses bedeuten würde.2 Durch die steigende Anzahl von Facebook-Usern in Deutschland würde dies in diesem Kontext einen negativen Einfluss auf den Journalismus mit sich bringen. Im Mai 2014 hatte Facebook Deutschland 28 Millionen Mitglieder und die Zahl ist noch deutlich im Aufschwung3.

So gelangt man zu der Frage, ob eine Kommentarfunktion auf Webseiten und in Social Media Kanälen sinnvoll ist oder ob diese Funktion lieber deaktiviert werden sollte.

In der vorliegenden Arbeit geht es um diese Fragestellung, ob eine Kommentarfunktion bei Zeitungen einen Mehrwert schafft oder lieber abgeschaltet werden sollte. Zunächst wird der Begriff des Liquid Journalism definiert und in Relation zur Begrifflichkeit des herkömmlichen Journalisten und Redaktionen genommen. Anschließend werden die Vor- und Nachteile der Kommentarfunktion näher erläutert und analysiert, um zu einem Fazit zugelangen, ob die Kommentarfunktion aus Sicht der Zeitungen angeboten oder abgeschafft werden sollte

2. Liquid Journalism

2.1 Worum handelt es sich beim Open Journalism / Grunddefinition

Der Begriff des Open Journalism bezeichnet die Interaktion des Journalisten mit dem Leser. Da der Open Journalismus in der geschichtlichen Betrachtung noch sehr neu ist, existieren noch keine Legaldefinitionen. Alan Rusbridger, Chefredakteur des Guardian, welcher schon seit Jahren ein Verfechter des „Online first“-Modells ist, beschreibt Open Journalism als Aufforderung zur Teilhabe. Dies ist näher viergliedrig struktuiert in die Reaktion auf Leserkommentare, die Beteiligung des Lesers schon vor Veröffentlichung eines Artikels sowie die Offenheit gegenüber Kritik und Verbesserungsvorschlägen. Er sagt, dass Journalisten nicht mehr die einzige Autorität darstellen und alle Parteien im Open Journalism Teil des Diskurses sind und sich engagiert um die Vielfalt der Standpunkte bemühen sollten.4

In dieser Arbeit wird sich explizit mit der Kommentarfunktion auseinander gesetzt, die ein Teil des Open Journalism darstellt. Zunächst wird erläutert, welche Vorteile und welchen Nutzen der Open Journalism in Form von Kommentaren und dem damit verbundenen Dialog mit den Lesern mit sich bringt.

2.2 Was unterscheidet einen Open Journalisten von einem normalen Journalisten / Abgrenzung von Open Journalism und traditionellem Journalismus

Um ein Open Journalist zu werden, muss ein traditioneller Journalist die Fähigkeit zum Umdenken haben, denn es handelt sich um einen Paradigmenwechsel in der Arbeitsweise. Das Web macht Journalismus offener und transparenter. Nach Veröffentlichung eines Artikels geht eine neue Art von Arbeit erst los. Das Pflegen der Kommentarspalten und Auseinandersetzen mit Kritik.

Außerdem benötigt ein Open Journalist fachlichen und physischen Zugang zu modernen Kommunikationsmitteln wie bspw. Smartphones, um Möglichkeiten und Funktionen adäquat zu nutzen.

2.3 Zusätzlicher Aufwand der Zeitungen im Bezug auf den Open Journalism / Herausforderungen für traditionelle Medienhäuser

In Bezug auf die Administration der Kommentare in den verschiedenen Kanälen kommen zusätzliche Kosten auf die Redaktionen zu. Dies gilt zunächst für zusätzliches Personal, das ausschließlich für die Kommentarverwaltung zuständig ist und die damit verbundenen Mehrkosten wie Personalbeschaffungskosten, Lohnkosten und Verwaltungsaufwand. Außerdem kommt hinzu, dass die Einstellung eines neuen Mitarbeiters bei einer regelmäßigen Arbeitszeit von acht Stunden nicht ausreichen würde, da die Kommentare der Leser 24 Stunden und 7 Tage die Woche geschrieben werden.

3. Mehrwert durch eine Kommentarfunktion

3.1 Schaffung eines Mehrwerts durch Nutzerbeteiligung

Durch die Möglichkeit des Lesers, direkt unter Artikel einer Zeitung zu schreiben eröffnet sich ein ganz neuer Dialog zwischen Journalist und Leser. Die ursprüngliche Kommunikation über Briefe ist schwer zu vergleichen. Kommentare sind öffentlich zugänglich und werden teilweise sofort veröffentlicht.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt in einem Artikel direkt an die Leser, dass sie eine tägliche Debatte auf ihrer Seite führen will und diese als eine sachliche Diskussion bezeichnet5. Diese Formulierung deutet darauf hin, dass die Kommentarfunktion als Mehrwert für die Süddeutsche zu sehen ist. Stefan Plöchinger sagt außerdem in einem Interview mit meedia.de, dass die Süddeutsche auch mit ihren Lesern lernen wolle6.

Die Zeit Online schreibt in einem Artikel, dass die Kommentarfunktion und die damit verbundene Kommunikation vom Journalisten und dem Leser die wertvollste Errungenschaft des Internet sei.7 Durch die Möglichkeit, direkt und unbeeinflusst von Stellung oder Aufenthaltsort die eigene Meinung oder Erfahrung mitteilen zu können, kann ein Mehrwert für die Journalisten aber auch für die ganze Leserschaft erzielt werden. Sokönnte ein Artikel über eine empirische Erhebung oder eine Theorie direkt im beschränkten Maße bestätigt oder auch kritisch hinterfragt werden.

Durch das Internet entstehen eine ganze Reihe von positiven Aspekten für die Kommentarfunktion unter Artikeln. Leser können die Journalisten unterstützen und weitere wichtige Informationen liefern, um die Recherche der Journalisten zu unterstützen. Durch die große Zahl der User auf sozialen Netzwerken ist so zusätzlich eine neue Art der Recherche möglich.

Bezugnehmend auf das Überthema Cross Media findet der Open Journalism jedoch nicht nur online Anwendung. Die Zeitschrift Neon, welche ein umfassendes Forum für Leseraktivitäten auf der eigenen Webseite bereitgestellt hat, drucken nutzergenerierte Inhalte regelmäßig auch in der Printausgabe ab und verknüpft so Print und Online. Onlinebeiträge sind nicht auf online beschränkt, sondern können auch Mehrwerte für diejenigen bieten, die nicht aktiv im Internet unterwegs sind.

4. Theorie der Pöbler

4.1 Theorie zur Existenz

Wie bereits erläutert, bietet die Kommentarfunktion den Zeitungen neue Möglichkeiten der journalistischen Tätigkeit. Aber diese Möglichkeiten ergeben sich erst, wenn die Leser mit ihren Kommentaren gute Beiträge liefern, die einen Artikel positiv ergänzen oder auf andere Weise Mehrwerte liefern.

Stefan Plöchinger schreibt in seinem Blog über dieses Problem. Er bezeichnet es als einen Fehler im System.8 Es geht um die sogenannten Pöbler, die auf den Internetseiten der Zeitungen und in den Social Media Kanälen kommentieren.

Sebastian Horn und Max Neufeind haben in einer Untersuchung über die Entwicklung von Kommentaren den Pöbler genauer definiert. Die erste Eigenschaft des Pöblers ist, dass er sich mit zwei bis drei kurzen Kommentaren, welche eine niedrige argumentative Güte besitzen, beteiligt. Die zweite Eigenschaft ist die unhöfliche Sprache, die verwendet wird und dabei keinen Versuch unternimmt, Argumente zu integrieren. Des Weiteren äußert ersich nur zu einem Teilaspekt der Debatte und ist im Gesamten immer gegen die Meinung, welche im Artikel vertreten wird. Zuletzt zeichnet er sich trotz dessen durch die Aktivität in der gesamten Debatte aus. Nach Horn und Neufeind macht der Pöbler 25 % aller User aus und 11 % der Kommentare.9

4.2 Die Online-Enthemmung

Die Theorie über die Online-Enthemmung, welche die österreichische Medienjournalistin Ingrid Broding veröffentlicht hat, sagt aus, dass der Pöbler beziehungsweise die Online- Enthemmung durch sechs Faktoren beeinflusst wird.10 Zunächst ist es die Anonymität im Netz, welche besagt, dass Kommentatoren sich hinter ihrem Profil, welches nicht immer den richtigen Namen beinhalten muss, verstecken kann. Als nächsten Punkt spielt die physische Unsichtbarkeit eine Rolle. Der Diskutant steht seinem Kontrahenten nicht mehr gegenüber, sondern bloß einem Online-Medium. Die Asynchronizität der Kommunikation spielt auch eine Rolle, da Kommentatoren ihren Beitrag posten können und nicht darauf angewiesen sind die Antwort sofort zu bekommen. Antworten können erst viel später kommen und werden auch nicht direkt an den Kommentator gerichtet. Als letztes Merkmal ist die Rollenkontraktion in virtuellen Räumen mit einer Abwesenheit von Autorität genannt. Damit ist gemeint, dass Kommentatoren dazu neigen könnten, eine Diskussion nur als ein Spiel anzusehen und nicht den nötigen Ernst mitbringen. Hinzu kommt die fehlende Administration der Foren oder Webseiten, die den Massen an Kommentaren keine administrative Struktur anheften können.11

Diese Theorien und Untersuchungen lassen sehr gut erkennen, dass es sehr viel Potenzial gibt, eine Diskussion in eine unsachliche Richtung zu treiben. Diese Störenfriede sind ein Problem der Zeitungen und durch den enormen Zeitaufwand sowie der nicht vorhandenen Ressourcen für die Administration ist eine Kontrolle sehr schwierig.

 

4.3 Die unterschiedlichen Arten von Kommentaren im Bezug auf den Kanal

Sascha Lobo schreibt in einem Artikel in seiner Kolumne, dass Internet-Kommentare zum Symbol für ungefähr alles, was an der Welt falsch ist, geworden seien. Als Beispiel nennt er die „Knalldummheit“ oder die „offen rausgerotzte Gewaltbereichtschaft“.12

Stefan Plöchinger schreibt jedoch, dass Beiträge auf größeren Autorenblogs konstruktiv und kritisch sowie interessant und interessiert seien.13 Diese gegenteiligen Aussagen machen deutlich, dass die Wahrnehmung nicht eindeutig kongruent zueinander sind. Was bei Stefan Plöchinger aber deutlich wird, ist die unterschiedliche Kommentierweise auf verschiedenen Kanälen. Aufgrund der Reichweite sowie der technischen Ubiquität sind Social Media Plattformen wie Facebook die Haupteingangskanäle für Kommentare. Dementsprechend sind die Vorraussetzungen einen Kommentar zu schreiben nicht sehr hoch. Da Leser schon angemeldet sind und keine weiteren Voraussetzungen existieren, ist der Zugang zum Kommentieren sehr einfach. Außerdem werden von Zeitungen wie zum Beispiel der Welt oder der Süddeutschen lediglich Links gepostet, die zu der jeweiligen Webseite der Zeitung führen. Zweitrelevantester Kanal sind die Webseiten der Zeitungen selbst. Dort benötigt man teilweise einen Account um zu kommentieren. Dies erhöht den Aufwand für den Kommentator. Als letzter Punkt sind die verschiedenen Blogs zu sehen. Blogs sind anders aufgebaut als normale Webseiten, welche eine andere Beziehung zu den Lesern pflegen, die sich in der Regel für Kommentare auch registrieren müssen. Blogs sind oft weniger kommerziell ausgerichtet als Verlags-Webseiten, die ihre Artikel online stellen. Blogs suchen explizit den Dialog mit dem Leser.

Die Charakteristika der verschiedenen Kanälen und mit dem damit verbundenen Aufwand einen Kommentar zu schreiben, lässt die Vermutung zu, dass sich Kommentare der Pöbler eher in Social Media Kanälen finden als auf Blogs, da der Aufwand eines Kommentars weitaus geringer ist und in Social Media Kanälen auch nur ein Link zum Artikel gepostet wird und nicht der ganze Artikel aufgeführt wird wie beim Blog.

 

5. Kommentarfunktion als politisches Instrument

5.1 Die verzerrende Wahrnehmung durch Online-Trolle

Die größten Herausforderungen des Open Journalism liegen derzeit in der schlechten Qualität der Kommentare sowie beim hohen Zeitaufwand diese zu verwalten. Da das Problem der Administration kein unbekanntes ist, könnte die Kommentarfunktion auch Ziel von politischen Aktivitäten werden. Im Falle der russischen Trollfabrik ist dies schon geschehen.

In einem Artikel von Spiegel Online vom 29. Mai 2015 heißt es im Original:
„Mitten in einem vierstöckigen Marmorgebäude in St. Petersburg tippen Hunderte Arbeiter an der vordersten Front des Informationskrieges an ihren Computern. Das sagen diejenigen, die selbst drin waren. Sie sind bekannt als die „Kreml-Trolle“, zwölf Stunden am Tag fluten sie die Kommentarspalten des Internets mit Propaganda- Stanzen im Sinne ihres Präsidenten Wladimir Putin.“14

In diesem Artikel wird die Kommentarfunktion der verschiedenen Medien und Zeitungen als Schauplatz eines Informationskriegs bezeichnet, sprich die Kommentare sind in dem Falle das Schlachtfeld, auf dem Soldaten ihre Waffen zücken. So wird aus de Motivation der Zeitungen, eine sinnvolle Diskussion mit den Lesern zu beginnen, im Ergebnis die Bühne eines organisierten gesellschaftlichen Beeinflussungsversuchs.

In dem Artikel heißt es weiter, dass die Mitarbeiter unter verschiedenen Pseudonymen Kommentare in sozialen Netzwerken schreiben oder ganze Blog Artikel. Wie die Süddeutsche in einem Beitrag schreibt, ist die Administration von Kommentaren auf geradezu feindlich gesinnte Beiträge eine enorme Herausforderung, die Überprüfung von Kommentaren auf einen politischen Hintergrund sollte sich außerdem als noch viel zeitintensiver und schwieriger herausstellen.

Ziel der Trollangriffe sollen westliche Länder wie die USA oder Deutschland sein. Dabei suchen Kommentare und Beiträge die Wahrnehmung der Leser zu beeinflussen, sprich zu manipulieren. Zweck ist eine Meinungsbildung zu Gunsten der russischen Präsidentschaft.

Wie es in der Zeit heißt, werden PR-Agenturen aus diesem Anlass beauftragt mit dem Ziel über ein bestimmtes Thema zu schreiben und dies zu beeinflussen.15

Ob diese Machenschaften Erfolge generieren, lässt sich gut durch ein Zitat von Jelena Milic, Expertin im Center for Euro-Atlantic Studies in Belgrad, aufzeigen: „Eine weitere Folge war, dass die Unterstützung für die EU-Integration in der Bevölkerung unter 50 Prozent landete. Zum ersten Mal seit dem Sturz von Slobodan Milosevic im Oktober 2000.“

Durch diese Art von Erfolgen ist es somit fraglich, ob sich diese Art von Journalismus so weiter führen lässt, da ordnungsgemäße Aufklärung und Berichterstattung durch die Kommentarfunktion verfälscht werden kann.

6. Die mögliche Zukunft der Kommentarfunktion

Es sprechen gute Argumente für eine Kommentarfunktion auf verschiedenen Plattformen. Die Rolle des Journalisten erlebt damit eine Revolution. Es findet ein Dialog statt, der Journalist kann so die Position des ausschließlichen Senders verlassen und die des Empfängers teilweise einnehmen. Durch einen Dialog zwischen den beiden Parteien kann ein Austausch stattfinden, der dem Journalisten, aber auch dem Leser zugute kommen kann, da Kritik, Feedback und Ergänzungen auch Abseits des Journalismus sehr wichtig sind.

Durch die vorher aufgeführten Phänomene des Pöblers und des Trolls ist aber leicht ersichtlich, wie diese Art von Kommunikationsfreiheit negativ genutzt werden kann. Durch ein systematisches Vorgehen von Institutionen wird die bloß zum Dialog gedachte Funktion zu einem politischen Instrument, welches zur Manipulation der gemeinen Bevölkerung dienen soll. Außerdem wird durch eine Vielzahl negativer Kommentare die Wahrnehmung der gesamten Leserschaft negativ beeinflusst. Dadurch, dass laut Jacob Nielsens 90-9-1 Regel16 ein Großteil der Leser auch die Kommentare liest, jedoch ohne zu kommentieren, haben negative Kommentare einen flächendeckenden, schlechten Einfluss auf das Image der Zeitung.

 

Um die positiven Eigenschaften der Kommentarfunktion nutzen zu können, bedarf es zusätzlichen Personals, Ressourcen und natürlich auch Geldmittel, damit die Probleme vermieden werden könnten. Es ist an den Zeitungen abzuwägen, ob sich der zusätzliche Aufwand lohnt und ob die positiven Möglichkeiten auch als solche realisiert werden sollen.

Liquid Journalism und Community kann im Rahmen des aktuellen Medienwandels und der Konvergenz eine Chance darstellen, neue Möglichkeiten des Journalismus weiter auszubauen und zu verfeinern. Durch das immense Tempo der technischen Entwicklung der letzten Jahre sind zwar neue Möglichkeiten entstanden, aber teils in noch keinem vernünftig wirkenden System verankert, um all das Positive daraus zu ziehen. Ein Anfang bei der Kommentarfunktion wäre ein großer Schritt, da diese Funktion einen Teil des Liquid Journalism darstellt, den jeder Internetnutzer bisher schon kennen gelernt haben dürfte.

 

Quellen:

1 STEPHAN PLÖCHINGER HTTP://PLOECHINER.TUMBLR.COM
2 HTTP://WWW.SPIEGEL.DE/NETZWELT/WEB/SOZIALE-MEDIEN-DEMOKRATIE-KNALLEFFEKT-ERSETZT-ERKENNTNIS-KOLUMNE-A-1066848.HTML
3HTTP://DE.STATISTA.COM/STATISTIK/DATEN/STUDIE/70189/UMFRAGE/NUTZER-VON-FACEBOOK-IN-DEUTSCHLAND- SEIT-2009/
4 http://www.theguardian.com/commentisfree/2012/mar/25/alan-rusbridger-open-journalism
5 http://www.sueddeutsche.de/kolumne/ihre-sz-lassen-sie-uns-diskutieren-1.2095271
6http://meedia.de/2014/09/02/nicht-an-facebook-delegieren-die-debatte-ueber-den-leserdialog-bei-sueddeutsche-de-und-zeit-de/
7 http://www.zeit.de/2014/35/social-media-troll-demokratie-meinungsfreiheit
8http://ploechinger.tumblr.com/post/90956559317/besser-reden-mit-unseren-lesern
9 http://de.slideshare.net/herrhorn/interaktionen-und-nutzertypen-in-einer-onlinedebatte Folie 20
10 http://ploechinger.tumblr.com/post/90956559317/besser-reden-mit-unseren-lesern
11 Inge Broding: Der unsichtbare Mensch
12http://www.spiegel.de/netzwelt/web/soziale-medien-demokratie-knalleffekt-ersetzt-erkenntnis-kolumne-a-1066848.html
13 http://ploechinger.tumblr.com/post/90956559317/besser-reden-mit-unseren-lesern
14http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/russische-trollfabrik-eine-insiderin-berichtet-a-1036139.html
15 http://www.zeit.de/2014/35/social-media-troll-demokratie-meinungsfreiheit
16 https://www.nngroup.com/articles/participation-inequality/
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