Von LimeWire zu Spotify


Ich bin 23 Jahre alt und ich glaube ich gehöre zu einer Generation, die schon viele Wege genutzt hat, Musik zu hören und zu bekommen. Musik ist für die meisten Menschen wichtig und Alltag. Ich werde den Beitrag nun zeitlich gesehen aus meiner Sicht aus beschreiben.

Angefangen hat es natürlich mit der CD angefangen. Man hörte ein Lied im Radio oder sah es auf MTV oder VIVA und wollte es dann natürlich haben. Oft wurde dann eine Maxi-CD mit dem Lied plus irgendwelcher anderen Versionen dieses Liedes gekauft. Ich frage mich, ob Maxi-CDs heute noch so vertrieben werden. Dann kam die Zeit der MP3-Player. Mein erster hatte damals 128MB. Ich kann es nicht mehr genau rekonstruieren aber gefühlt kam mit dem MP3-Player eine ganze reihe neuer Medien bzw. Wege Musik zu beschaffen. Wenn jemand eine CD gekauft hat, war es üblich sich die brennen lassen zu wollen. Das Konvertieren von Audio-CDs in MP3-Dateien konnte plötzlich auch jeder. Musik zu beschaffen ist also anders geworden. Diese Zeit war auch die Zeit der Programme wie LimeWire, Bearshare, EMule etc. Für den unwissenden gab es Musik also plötzlich umsonst. Erst ein wenig später wurde dieses Verhalten als Musikpiraterie bekannt.

Kurz darauf gab es aber die Antwort. Die Medien berichteten von immensen Strafen für Downloader, man las von Gerichtsverfahren und hörte sogar mal von einem Fall im unmittelbaren oder entfernten Bekanntenkreis. Zeitgleich kamen legale Downloadanbieter auf den Markt, wo man sich für unter einen Euro ein Lied legal downloaden konnte. Der Markt hat also, wenn auch viel zu verspätet, auf den technischen Wandel reagiert.

Dann geschah, aus meiner Sicht, lange Zeit nichts. Die einen benutzten vielleicht noch eines der bösen Programme, die anderen haben sich dann die einzelnen Lieder legal heruntergeladen oder ganz einfach eine CD gekauft. Ein neuen, angesagten Weg gab es aber schon. Musik von Youtube bekommen. Einmal natürlich die Möglichkeit auf Youtube einfach das Musikvideo anzuschauen/anzuklicken des Liedes, welches man hören mag. Oder es sogenannte Youtube Converter oder Downloader, die ein herunterladen des Videos oder der Audiospur ermöglichten.

Im Oktober 2008 kam dann aber etwas neues: Spotify. Sie warben mit der Möglichkeit, Millionen von Songs legal und ohne Preis anbieten zu können. Es hörte sich sehr unwirklich an. Spotify finanziert sich mit Werbung (Bei Nicht-Premiumnutzern) und über die rund 10 Euro, die man als Premiumnutzer bezahlt. Die Künstler erhalten pro abgespieltes Lied einen Pauschalbetrag.

Was ich ganz interessant finde, ist die Debatte über die Vergütung der Künstler. Zumindest bei mir ist das so, dass ich es gar nicht anders kennen als das gesagt wird: „Die Künstler sehen gar nichts von dem Geld“. 

Hier ist einmal eine Aufstellung, die direkt von Spotify kommt. Was ich ganz interessant fand, als ich mich darüber nun informiert hatte, ist, dass ein Radiosender ungleich mehr bezahlt an die Künstler als Spotify. Aber wenn ich ein Lied bei Spotify höre, dann höre nur ich es. Wie viele Leute hören es gleichzeitig im Radio?

Quelle: Spotify

Eine Künstler, wie jüngst Taylor Swift, haben ihre Musikdatenbank bei Spotify schon entfernen lassen. Sie ist und bleibt trotzdem erfolgreich. Aber was sagt das nun aus? Ich kann gut verstehen, dass Künstler sich unterbezahlt fühlen und ihre Musik nicht fast für umsonst anbieten wollen. Aber ich denke, dass Streaming der aktuellste Weg und gleichzeitig auch der Weg für die Zukunft ist. Es laufen immer mehr Dienste über eine „Cloud“ und diese „Musik-Cloud“ stellt Spotify dar. Die Musikindustrie sollte das Konzept des Musik-Streamings ausbauen, erweitern und mit angemessenen Richtlinien versehen, damit es sich in geordneten und fairen Rahmen abspielen und entwickeln kann.

Ich nutze Spotify seit einiger Zeit und bin sehr zufrieden damit. Unterwegs höre ich nur noch über Spotify, weil ich gerne in Musik stöbere und sie es mir möglich machen. Natürlich gibt es noch nicht alle Songs dort aber wirklich schon eine Menge. Und ich finde es für meine persönliche Nutzung auch sehr angenehm, legal nun jegliche Musik wo und wann es mir gefällt, zu hören.

In dem Sinne, vermasselt es nicht und optimiert die Dienste lieber, um für alle einen Mittelweg zu finden.

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